Ich hab keine Langeweile.

Der zweite Tag und die Überschrift könnte auch gut "Selbst ist die Frau" lauten, denn heute half ich meiner Schwester beim Aufbau eines kleinen Schränkchens. Und obwohl das nicht wirklich mich betraf, hat es mich zum Nachdenken angeregt. Meine Schwester hat im Moment mit ihrer Gesundheit zu kämpfen, die eigentlich schon seit ihrer Kindheit / Jugend desolat war (Asthma). Vielleicht romantisiere ich ein wenig, aber da war dann doch die Inspiration auf mich übergesprungen: Man lebt eben im Rahmen seiner Möglichkeiten, man macht, was gerade geht, so gut es nun einmal klappt, und ich ziehe nicht nur meinen imaginären Hut vor Leuten wie ihr, sondern verneige mich auch vor der enormen Kreativität, die in solche Prozesse einfließen kann.

Sie ist ehrgeizig, stark, humorvoll, originell, naturverbunden und klug. Und ich bin wahnsinnig froh darüber, sie in meinem Leben zu haben. Und dann sind da noch die anderen Menschen, die mich dazu inspirierten, das hier zu machen, meinem Herzen zu folgen. Einige dieser Menschen hatten mit Erkrankungen zu kämpfen und dennoch gezeigt, wie wichtig es ist, wirklich jeden Tag etwas zu tun, was einem Bedeutung gibt bzw. was einem von Bedeutung ist.

So habe ich mir einfach vorgenommen, einigen Menschen mitzuteilen, so direkt es nun einmal geht, wie viel sie mir bedeuten. Ich habe auch schon einige im Kopf (und im Herzen! Hach, der Kitsch.), denen ich das gerne sagen will, aber dennoch ist da eine Barriere zu überwinden. Obwohl es doch so einfach ist. Ich mache ja keine Heiratsanträge oder dergleichen, also was daran fällt mir wohl so schwer?

Ich würde spontan jetzt darauf tippen, dass ich eh richtig mies darin bin, sowas zu sagen. Ich habe es nie anderen Menschen von mir aus gesagt, wenn ich in sie verliebt war oder dergleichen, das kam erst dann immer als Antwort, aber nie als wirkliche Aussage von mir, und das muss schon was heißen... Und es geht hier nicht um bloße Liebeserklärungen. Um Freunde, die mir etwas bedeuten, die mich inspirieren, mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Familienmitglieder (siehe meine Schwester), die einfach zeigen, dass man gleichzeitig stark und sanft sein kann. Ich finde das schön.

Und gerne würde ich mir in diesem Fall die Wörter zumindest stichwortartig zurechtlegen, aber es käme falsch herüber, finde ich.

Heute habe ich ansonsten viel gesungen: hauptsächlich waren das Stücke aus Musicals, weil ich hören wollte, ob der Fokus eher auf den offenen Vokalen liegt oder den etwas breit gezogenen. Und es fällt mir nun einmal leichter, sowas dann auch selbst auszuprobieren. Ich habe auch versucht, etwas mithilfe meiner DAW zu komponieren, aber so richtig zufrieden ist mein perfektionistisches Ich doch nicht.

Vielleicht sollte ich ins Bett gehen.

Und, inspiriert von meinem letzten Eintrag, habe ich mir morgens "Der Ja-Sager" angeschaut.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Getting closer to fine.

Musikliebe.